Bag in Box
Geschrieben von Stefan am 06. Januar 2007 20:27
Die Faltflaschen von Platypus oder die Wassersäcke von Ortlieb kennt fast jeder. Sie sind leicht, sicher und komfortabel und deswegen bei Leichtgewichtstrekkern besonders beliebt. Für Situationen, wo man eine besonders große Wassermenge mit sich führen muss, gibt es eine interessante Alternative: die "Bag in Box". Leichter läßt sich das kostbare Nass wohl nicht transportieren. Ich habe mir die ungewöhnlichen Flüssigkeitsbehälter deshalb mal näher angeschaut.
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Die Faltflaschen von Platypus oder die Wassersäcke von Ortlieb kennt fast jeder. Sie sind leicht, sicher und komfortabel und deswegen bei Leichtgewichtstrekkern besonders beliebt. Für Situationen, wo man eine besonders große Wassermenge mit sich führen muss, gibt es eine interessante Alternative: die "Bag in Box". Leichter läßt sich das kostbare Nass wohl nicht transportieren. Ich habe mir die ungewöhnlichen Flüssigkeitsbehälter deshalb mal näher angeschaut.

"Alter Wein in neuen Schläuchen". In der letzten Zeit wird ein Verpackungskonzept immer populärer, dass es schon seit über 50 Jahren gibt. Die Bag in Box (BIB). Damit bezeichnet man einen Flüssigkeitscontainer, der aus einem Folienverbundmaterial besteht und normalerweise in einem Pappkarton aufbewahrt wird. Näheres dazu findet man hier. Als Wasserhälter für Trekkingtouren ist natürlich nur der eigentliche Folienbeutel geeignet, d.h. die Pappverpackung fällt weg und die Schutzfunktion wird vom Rucksack übernommen

Die BIBs gibt es in verschiedenen Größen, wobei für unsere Zwecke die 3l-, 5l oder 10l-Container am geeignetsten sind. Ein 5l-Modell ist in der nebenstehenden Abbildung zu sehen. An Rand des rechteckigen Beutels ist ein Zapfzahn aus Kunststoff angebracht, über den der Inhalt befüllt und auch wieder entnommen wird. Da BIBs Einwegverpackungen sind, läßt sich dieser Hahn in der Regel nicht abschrauben. Die Befüllung muss also durch den Auslauf geschehen, was aber kein großer Nachteil ist. Auf der anderen Seite sorgt der Zapfzahn dafür, dass der Inhalt vor Auslaufen geschützt ist, denn je höher der Innendruck der Flüssigkeit, umso stärker wird das Ventil im Hahn abgedichtet.

Zur Stabilität ist zu sagen, dass dieser Wasserbehälter sicherlich nicht an die Robustheit einer Platypus-Faltflasche herankommt. Leichter heisst wie fast immer auch empfindlicher. Doch bei etwas umsichtiger Behandlung läßt sich damit bedenkenlos Wasser transportieren. Da die Container zudem recht preiswert sind (weniger als 2 Euro), kann man sie auch nach einigen Touren durch ein anderes Exemplar ersetzen.

Hier ein Gewichtsvergleich mit einigen populären Wassercontainern:

Fazit: Die BIBs eignen sich als extrem leichte und sehr preiswerte Behälter bei Trekkingtouren, wo mehr als 2 Liter Wasser mitgeführt werden müssen. Kleine Einschränkungen muss man beim Befüllen und in der Handhabung in Kauf nehmen.

Bezugsquellen: Bei eBay findet man gelegentlich günstige Angebote, z.B. bei KELLEREI-BRENNEREI-TECHNOLOGIE.

Ein großes Dankeschön übrigens an Ronald Franz (Stone). Er hat mich auf die BIBs aufmerksam gemacht und mir auch gleich zwei Exemplare zum Testen organisiert.